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9.01.11 20:00 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Radcross/Radquer

2011-01-09: Auf dem Podium bei der DM Cross in Lorsch (Hessen)!

Auf dem Podium bei der DM Cross 2011 in Lorsch (Hessen)


Meinen Bericht schreibe ich für Euch, wenn ich in Mallorca das erste Mal vom Trainingsrad gestiegen bin, versprochen ...

Gleich am nächsten Morgen nach der DM geht mein Flieger zum zehntägigen Training nach Mallorca - hier vorab ein Bericht in der Sindelfinger Zeitung.

 

Hier nun mein Bericht nach meinem 40 km-Training bei 15 °C und Sonnenschein:

Gestern fand in Lorsch das Rennen um die Deutsche Meisterschaft der Elite im Radcross statt. Ich hatte zwar nicht die allerbesten Beine, konnte aber nach engagierter Fahrweise als Dritter dennoch erstmals bei einer Elitemeisterschaft im Radcross aufs Treppchen steigen.

Noch vor einem Jahr hatte die Radcross DM vor heimischem Publikum in Magstadt für mich ein wirklich unerfreuliches Ende genommen. Nachdem ich in der ersten Runde das Rennen angeführt hatte, war ich durch eine Sturz und damit verbundenem technischen Defekt auf Rang fünf zurückgefallen. Nach einer Aufholjagd hatte ich den dritten Platz fast sicher. Beim Angriff auf den zweiten Platz hatte ich in der Schlussrunde ebenso wie der Zweitplatzierte Bodenkontakt und der schon distanzierte Verfolger konnte aufschließen. Im Sprint um den Bronzerang war mir dann auch noch die Kette abgesprungen und ich war enttäuscht als Vierter ins Ziel gelaufen.

Diesmal wollte ich unbedingt die Medaille. Ich hatte mich gut vorbereitet, war gesund und auch die Bedingungen waren mit tiefem Geläuf eher nach meinem Geschmack als vor Jahresfrist auf eisglattem Boden.

Schon zur Wochenmitte hatte, wie in ganz Deutschland, auch in Lorsch (Südhessen) starkes Tauwetter eingesetzt. Der schmelzende Schnee verwandelte die Wiesenpassagen in eine wahre Moorlandschaft. So war eine Modifikation der Strecke erforderlich. Wir benötigten trotzdem acht bis neun Minuten für einen Umlauf, so dass die Renndistanz lediglich sieben Runden betrug.

Aufgrund meiner wenigen Punkte im Deutschlandcup, musste ich aus der zweiten Reihe starten. Der Fahrer vor mir verfehlte beim Startschuss sein Pedal, was mich in der Startphase ausbremste.

Dennoch bog ich als Achter ins Gelände ein. Bereits nach der ersten Runde hatten sich der Titelverteidiger Philip Walsleben und sein Vize vom Vorjahr Christoph Pfingsten etwas von der vierköpfigen Verfolgergruppe, in der ich fuhr, abgesetzt. In der zweiten Runde gelang es mir, Rene Birkenfeld und Sascha Weber abzuschütteln, lediglich Johannes Sickmüller konnte mir folgen, während der Abstand nach vorn anwuchs. In der dritten Runde konnte ich im Mittelteil der Strecke in engen Kehren mit einem energischen Antritt auch Sickmüller abschütteln.

Das Führungsduo begann sich zu belauern und ich sah meine Chance, eventuell nochmals aufzuschließen.

Ich konnte in den nächsten zwei Runden den Abstand zwar von etwa vierzig auf neun Sekunden reduzieren, jedoch setzte Walsleben zur Mitte der vorletzten Runde die entscheidende Attacke.

Während mir allmählich die Kräfte schwanden, enteilte mir auch Pfingsten zusehends, vor allem auf den extrem tiefen Matschpassagen. In der letzten Runde konzentrierte ich mich darauf, meinen Vorsprung auf Sickmüller sicher ins Ziel zu bringen, was mir auch gut gelang.

Somit konnte ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen und die Bronzemedaille erringen!

Dieser Erfolg bringt mir eine Vornominierung zur Weltmeisterschaft in drei Wochen in St. Wendel ein. Jedoch muss ich meine Leistung in zwei Wochen beim Finale zum Weltcup in Hoogerheide bestätigen, um bei der WM starten zu dürfen.

Seit heute bin ich für zehn Tage auf Radfahrers liebster Insel - Mallorca. Hier werde ich mich gewissenhaft auf diese Herausforderung vorbereiten. Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass mir in Hoogerheide ein gutes Rennen gelingen wird.

Einen besonderen Dank möchte ich hier nochmals an alle Helfer des Wochenendes aussprechen. Hervorheben möchte ich hierbei meinen Vereinstrainer Udo Kollross vom RV Pfeil Magstadt, der mir jede Runde ein frisch geputztes Rad anreichte. Bereits im Training am Samstag hatte er mir das Material gereinigt.



Die Anfeuerungen der zahlreich angereisten Fans und auch Zuschauer haben mich jede Runde motiviert, noch ein bisschen härter zu fahren. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön. Vielleicht sehen wir uns ja alle wieder bei der Weltmeisterschaft in Sankt Wendel!