Startseite | Kontakt | Impressum | Seitenverzeichnis
StartseiteNewsAktuellesArchivDas MaterialÜber michGalerieRennkalenderSponsoren & UnterstützerExterne Links
3.01.11 08:46 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Radcross/Radquer

2010-01-03: Zweimal Schlammschlacht in der Schweiz


So wie ich das Jahr 2010 beendete, so begann ich das Jahr 2011. Am 31.12.2010 und am 2.1.2011 startete ich jeweils bei einem Crossrennen in der Schweiz. Bei beiden Rennen war der Boden ordentlich aufgeweicht. Da die Temperaturen jeweils knapp über Null Grad lagen, war die Feuchtigkeit zudem extrem kalt.

 

Eigentlich hatte ich noch den Start bei meinem Heimrennen in Magstadt geplant. Da es den Verantwortlichen aber nicht möglich war, die Strecke von 30 cm Schnee zu befreien, mussten sie das Rennen absagen. Mir fehlen so zwar einige Punkte im Deutschlandcup, was mir in der Startaufstellung bei der DM einen nicht so tollen Platz bescheren wird. Allerdings hatte ich so die Möglichkeit am Neujahrstag meine Klamotten und das Material vom Vortag zu reinigen.

Zum Renngeschehen:
Am Silvesteratg startete ich in Beromünster. Hatte ich mich am Vortag im Training noch sehr gut gefühlt, musste ich mich in den ersten drei Runden am Ende des Feldes einreihen. Dann lief es immer besser und ich konnte Platz um Platz gutmachen. Der schlammige Untergrund hatte mich zur Wahl eines extrem profilierten Schlammreifens gebracht. Dieser rollte zwar auf den circa 400 Metern durchs Dorf spürbar schlecht, im Morast hatte ich aber deutlich mehr Grip als meine Konkurrenten. Leider hatte ich nur einen Laufradsatz davon dabei, so dass ich diesen Vorteil nur bei der Hälfte der neun Runden ausspielen konnte.

Gewonnen wurde das Rennen vom Schweizer Meister Lukas Flückinger vor Pirmin Lang und Julien Taramarcaz. Ich hatte als 14. gut dreieinhalb Minuten Rückstand.

Gestern stand das Rennen in Bussnang auf dem Kalender. Wieder erwartete mich ein Morast erster Güte. Die Strecke zeichnet sich durch zwei extrem steile Anstiege aus, die man eher steigend als laufend bewältigen muss. Gefühlt wurden diese in jeder Runde noch etwas steiler.

Aufgestellt wurde ich recht weit hinten. Auf der Start-/Zielgeraden konnte ich keine Plätze gutmachen und kam nur als 30. ins Gelände. Zum Ende der ersten Runde lag ich allerdings schon auf Rang zwölf. Der Weg zu den Fahrern vor mir war nicht allzu weit, so dass ich Hoffnung hatte, zu diesen aufschließen zu können. Leider rutschte ich in einer Wiesenpassage weg. Anstatt den Anschluss nach vorn herzustellen, fiel ich in die Gruppe hinter mir zurück.

In den nächsten Runden etablierte ich mich auf Rang elf. Der Abstand nach vorn vergrößerte sich zusehends, so dass ich mich darauf konzentrierte, meine Verfolger auf Distanz zu halten, was mir bis zur Zieldurchfahrt nach neun Runden auch gelang.

Wie in Dagmersellen gewann Francis Mourey aus Frankreich vor Lukas Flückiger das Rennen. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte ich Marcel Wildhaber. Mein Rückstand war mit reichlich vier Minuten schon ganz beachtlich. In Anbetracht der zähen Bedingungen aber okay.

Ich habe mit diesen beiden Rennen meine Vorbereitung auf die DM am kommenden Sonntag abgeschlossen. Nun werde ich mich erholen, um in Lorsch frisch am Start stehen zu können und meine Chance auf eine Medaille in Angriff zu nehmen.

Mein Betreuer und Vereinstrainer beim RV Magstadt Udo war an beiden Tagen nahzu genauso verdreckt wie ich, musste er mir doch jede Runde das Rad von Schlamm und Gras befreien. Vielen Dank von dieser Stelle aus für seine großartige Hilfe!