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17.11.14 08:30 Alter: 3 Jahre

2014-11-16: Letzter Vorhang

Bei meinem letzten Radrennen vor heimischem Publikum konnte ich mir den dritten Platz sichern und und so mit dem guten Gefühl, bis zum Schluss zu den Besten gehört zu haben, die Bühne des Radrennsports verlassen.


Noch einmal mit Startnummer am Trikot schnell Rad fahren … das war heute ein Tagesordnungspunkt an meinem 33. Geburtstag. Dies ist mir mit dem dritten Platz bei meinem letzten Radrennen gelungen.

Wie erwartet konnte ich nicht im Kampf um den Tagessieg mitmischen, zu holprig war meine Vorbereitung in den vergangenen Wochen verlaufen. So konzentrierte ich mich ab Mitte des Rennens auf der durch starke Regenfälle enorm kraftraubenden Magstadter Runde darauf, den dritten Platz mit meinem Publikum im Rücken ins Ziel zu bringen.

Lindemann und Quast vergrößerten ihren Vorsprung auf mich Runde um Runde. Kurz vor Schluss geriet dieser Platz auf dem Podium nochmals in Gefahr, als mir allmählich die Kraft ausging und Schweizer nach einer Krise Mitte des Rennens dann in der Finalrunde an mir vorbeizog. Eingangs des letzten Aufstieges riss ihm jedoch das Schaltwerk ab, was ihn zu einer unplanmäßig langen Laufeinlage zwang und mir die Möglichkeit gab, in aller Ruhe den Zielstrich zu überqueren. Musste ich mich während dieser letzten Rennstunde voll konzentrieren, um in den rutschigen Passagen nicht vom Rad zu fallen und jederzeit alles geben, was noch irgendwie abrufbar war, war ich in den Minuten nach dem Rennen den Tränen nahe. Mir wurde so richtig bewusst, dass damit der letzte Vorhang für diesen Lebensabschnitt gefallen war – zu 20 Jahren Radrennsport, die mein Leben bestimmt hatten.

Als ich 1995 an meinem ersten Radrennen teilgenommen hatte, konnte natürlich niemand wissen, was das für die Zukunft meines Lebens bedeuten sollte. Nun ist viel klarer, was die Entscheidung, den Rennsport aufzunehmen, aus mir gemacht hat. Ich habe viele schwere Tage in meinem Rennfahrerleben ertragen müssen, um zu meinen Erfolgen zu kommen. Doch die Mühen haben sich gelohnt, denn all diese großen Momente und Emotionen hätte ich ohne den Rennsport nicht erleben können.

Ich danke allen, die mich seit 1995 unterstützt, gefördert, an mich geglaubt und mich angefeuert haben! Ich werde es Euch nicht vergessen.

Tschüß.