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20.10.14 04:24 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Etappenfahrt, MTB Marathon

2014-10-18: Ohne Kraft durch Langkawi

Eine Erkältung hat mich nicht nur meiner Kraft sondern auch aller Möglichkeiten, ein letztes gutes Ergebniss bei einem MTB-Rennen zu erzielen, beraubt.


Bereits am Vortag des UCI Marathons vor gut einer Woche hatte ich die Erkältung kommen gefühlt. Dass es tags darauf so gut ging, das hatte mich noch etwas verwundert, doch der Rückschlag folgte leider am Tag der ersten Etappe der Rundfahrt.


Hatte ich mich beim etwa fünfminütigen Prolog bewusst noch etwas zurück gehalten, so musste ich bei der ersten Etappe, die größtenteils identisch mit dem Marathon war, schon recht bald von der Spitze verabschieden. Ich lag in einer Gruppe zwischen Platz elf und sechszehn. Doch auch diese verlor ich aus den Augen, bevor mir ein Stein in einem Steinbruch den Reifen aufschlitzte. Zunächst versuchte ich ewig, das Ventil aus der Felge zu bekommen … vergeblich. Also fuhr ich auf dem Reifen weiter, bis mir jemand mit einer Zange aushelfen konnte. Dann stellte sich heraus, dass mein Ersatzschlauch ein Loch hatte. Daher fuhr ich bis zum Ziel auf dem Platten - 15 Kilometer insgesamt. Eine gute Platzierung in der Gesamtwertung war mit über 45 Minuten Rückstand nun bereits nicht mehr möglich.


Tags darauf fühlte ich mich super. Im ersten Anstieg gelang es mir ohne maximale Anstrengung, das Tempo der Schnellsten mitzugehen. Neben mir waren Platt, Lami und Giger in Front. Giger fiel durch einen Defekt zurück, bevor das Haupthindernis des Tages in Angriff genommen wurde. Doch schon nach einem Drittel des Anstieges verlor ich Lami und Platt aus den Augen. Ich konnte nicht auf das größte Ritzel schalten, was mich bei der extremen Steilheit des Berges zum Laufen zwang. So verlor ich viel Zeit - so viel, dass mich drei Fahrer passierten und ich als Sechster am Tagesziel ankam. Dennoch war ich zuversichtlich, in den nächsten Tagen noch einmal ganz vorn landen zu können.


So konnte ich am längsten Tag - mit drei Runden über je 21 Kilometer – zunächst recht gut mit der 13 Fahrer großen Spitzengruppe mithalten, bis es zum zweiten Mal den Anstieg zu Beginn der Runde hinauf ging. Die Gruppe flog förmlich auseinander, ich lag dabei an achter Position, bis ich plötzlich gar nicht mehr konnte. Ich musste vom Rad steigen und mich ausruhen. Von dort fuhr ich nur noch Trainingstempo bis zum Ziel, das ich als 27. mit ebenso vielen Minuten Rückstand erreichte. Spätestens jetzt war meine Moral am Boden.


Die vierte Etappe bildete ein Cross Country Rennen. Ich kam einigermaßen mit dem Kurs zurecht, fuhr aber nicht wirklich Vollgas und wurde so 14. Ich wollte mir alles für die finale Etappe aufheben.


Diese war ein dreißigminütiges Shortrace durch einen Park. Aufgrund meiner schlechten Position in der Gesamtwertung musste ich in der vierten Reihe starten. Das Rennen war von Anfang bis Ende schnell. Bis ich also endlich die Spitzengruppe erreicht hatte, war all meine Energie verbraucht. Ich konnte leider lediglich meine Position halten und nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen. So war nicht mehr als der sechste Rang drin.


Insgesamt war die Rundfahrt natürlich eine große Enttäuschung. Wäre es in Europa gewesen, wäre ich mit Sicherheit nicht zu Ende gefahren. Es ist schade, dass nun am Ende ein so dürftiges Ergebnis steht. Doch hatte ich ja immerhin mit dem Gewinn des Marathons meinen sechsten Saisonerfolg eingefahren. Außerdem war es eine interessante Reise hierher, deren Erlebnisse ich mit meinem Bruder, der mich während der Rennen betreut hat, teile.