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8.10.14 12:02 Alter: 3 Jahre
Kategorie: MTB Marathon

2014-10-05: Rien ne va plus in Ornans

Mit etwas Frust im Bauch verließ ich mein letztes MTB-Rennen auf europäischem Boden. Denn sechs Kilometer vor dem Zielstrich machte ein Defekt alle Hoffnungen auf ein TopTen Ergebnis beim UCI World Series Rennen in Ornans zunichte.


Vor zwei Jahren fand in Ornans im französischen Jura die Weltmeisterschaft statt. Durch starke Regenfälle war das damals eine wahre Schlammschlacht. Diesmal war wieder Regen angesagt, nur war nicht ganz klar, wann dieser kommt. Am Start war es trocken und bedeckt. Ich hatte mich mit Regenreifen vorn, Kappe unterm Helm, Armlingen, Überschuhen und Mini-Schutzblech an der Gabel auf Regen während des Rennens eingestellt. Da die Strecke sehr holprig und steinig ist, hatte ich mich für mein Fully entschieden. Da war ich nicht der einzige.

Am Start stand ich inmitten etlicher hochkarätige Fahrer, da dieses Rennen zur UCI Marathon World Series gehört und gleichzeitig der französische Meister gesucht wurde.

Nach fünf Kilometern Einrollphase ging es in den ersten Anstieg. Zunächst konnte ich mich mit an der Spitze halten, zum Ende des Anstieges fiel ich jedoch etwas zurück. Am zweiten Anstieg bildete sich eine Verfolgergruppe ab Platz zehn, mit dabei Teamkollege Jochen, Lakata und Mennen von Topeak und Milatz und Fanger von BMC.

Bei Kilometer 40 lag ich dann mit Fanger auf Platz acht und nun, den Deutschen Meister Böhme und einen Franzosen im Blick. Da riss es mir in einer schnellen Kurve fast den Reifen vom Vorderrad. Ich hatte einen Schleicher und musste Luft nachfüllen. In der Eile war es etwas zu viel, so dass ich wenig später anhielt um wieder abzulassen. So war ich auf Rang elf zurückgefallen. Mennen konnte wieder zu mir aufschließen. Gemeinsam erreichten wir Leisling und den Franzosen Tempier. Beide konnten wir hinter uns lassen und passierten den Italiener Longo, der einen Platten am Hinterrad hatte. Mittlerweile hatte ich all meine wärmende Ausrüstung abgelegt, denn die Sonne kam hervor und sorgte für nette Wärme.


Gemeinsam nahmen wir die 15 Kilometer Schlussrunde in Angriff. Etwa auf der Hälfte bemerkte ich, dass mein Vorderreifen erneut sehr schwammig wurde. In der nächsten Abfahrt war die Luft dann auch schnell raus. Ich wollte mit meiner CO2-Kartusche nachpumpen, doch zu meinem Entsetzen war diese leer. Es blieb mir nichts anderes übrig, als die letzten sechs Kilometer mit dem Platten zu bewältigen. Natürlich kam ich so nicht wirklich schnell voran und fiel vom sicher geglaubten achten Rang auf 14 zurück. Daher dann auch der Frust. Hätte mein Reifen mich heute nicht im Stich gelassen, wäre Rang sechs drin gewesen. Tröstlich ist, sowohl dass ich bei weitem nicht der einzige mit Platten war als auch meine gute körperliche Verfassung.

Nun bin ich bereits in Malaysia, wo ich mein letztes Abenteuer als Profi-Mountainbiker bestreiten werde, die Langkawi Island MTB Challenge.