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8.09.14 08:46 Alter: 3 Jahre
Kategorie: MTB Marathon

2014-09-07: Geplatzter Traum

In den letzten Wochen hatte ich mich im Training voll auf diesen Tag konzentriert. Ich wollte bei meiner letzten Deutschen Meisterschaft um den Titel kämpfen. Ein Platter machte all meine Hoffnungen zunichte.


Die Strecke in Sankt Ingbert im Saarland zählt zu meinen Lieblingsstrecken. Bereits viermal konnte ich mich in die Siegerliste eintragen. Bei der Deutschen Meisterschaft vor drei Jahren errang ich trotz Rahmenbruch die Bronzemedaillie. Die Strecke weist kaum längere Steigungen auf und verläuft etwa zur Hälfte auf Singeltrails. Beides liegt mir. Allerdings ging das Rennen in diesem Jahr nur über 82 Kilometer. Somit musste man von einer Siegerzeit von etwas mehr als drei Stunden ausgehen. Dies versprach auch einen schnellen Auftakt des Rennens.

In den letzten Tagen vor dem Rennen hatte ich mich im Training sehr gut gefühlt. Ich war mir sicher, mit dem bestmöglichen Material für diese Strecke am Start zu stehen und auch sonst alles für ein erfolgreiches Rennen getan zu haben. Das Wetter war gut, nicht gerade warm aber sonnig.

Gleich zu Beginn nahm Team Bulls in Person von Simon Stiebjahn das Heft des Handelns in die Hand. Er setzte die erste Attacke und zog das Feld sogleich in die Länge. Ich reihte mich etwa an zehnter Position ein. Schon im ersten längeren Anstieg musste ich einige langsamer werdende Fahrer überholen, da vor ihnen erste Löcher aufrissen. Nach nur sechs Kilometern fand ich mich in einer neunköpfigen Spitzengruppe wieder. Das Tempo war fast ununterbrochen hoch, was mir nicht so recht behagte. Daher genehmigte ich mir in den Anstiegen immer mal ein paar Meter Rückstand, um in der jeweils folgenden Abfahrt wieder heranzurollen. Dies ging gut, bis wir etwa zwei Drittel des Rennens absolviert hatten. In einer unspektakulären Abfahrt auf einem Schotterweg verlor ich auf einmal alle Luft aus dem Hinterreifen. Der Pannenschaum konnte das Loch nicht abdichten. Aus, vorbei. Alle Träume von einem Platz auf dem Treppchen waren dahin. Ich bin mir sicher, dass ich eine Chance hatte, vor allem da sich das Rennen auf ein Finale in den letzten fünf Kilometern zuspitzte. Mit meiner gewohnten Endkampfstärke...

Leider gibt es für mich kein nächstes Mal, auf das ich mich vertrösten kann. Mir bleiben nur die schönen Erinnerungen an meine zwei Titel von 2004 und 2006. Im Moment fühlt es sich sehr bitter und leer in mir an. Doch hoffe ich, bei den letzten Rennen meiner Karriere, wenigstens meine gute Form unter Beweis stellen zu können.

Am Ende gewann Tim Böhme auf den letzten Metern vor meinen beiden Kollegen Markus und Jochen. Ich gratuliere allen dreien zur gezeigten Leistung, wenngleich nur einer von ihnen so richtig zufrieden mit seinem Abschneiden sein wird.