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4.08.14 20:23 Alter: 3 Jahre
Kategorie: MTB Marathon

2014-08-03: Sieg im Erzgebirge

Er ist der ältestes MTB Marathon Deutschlands. Der EBM100 fand heute zum 22. Mal statt. Nach vier Stunden harter Arbeit durfte ich mich in die Siegerliste eintragen lassen.


Schon manches Mal hatte ich mit einem Start beim Erzgebirgsmarathon in Seiffen geliebäugelt. Jedoch hatte er bislang nie in meinen Saisonplan gepasst. Da ich in meiner letzten Saison noch ein paar Sachen machen will, die ich bisher noch nie gemacht habe, stand ich diesmal um neun am Start in Seiffen, dem Zentrum der erzgebirgischen Schnitzkunst.

 Nach einer 12 Kilometer langen Einführungsrunde wurden die insgesamt 1200 Starter auf die für die Langdistanz dreimal zu umrundende Strecke geführt. Ich hielt mich immer in den vorderen Positionen auf. Doch selbst da bekam ich noch ausreichend Dreck ins Gesicht. Der nächtliche Regen hatte die Strecke enorm aufgeweicht. Zur Hälfte der ersten Runde verschärfte ich das Tempo an einem der wenigen längeren Anstiege. Dabei bildete sich eine sechsköpfige Spitzengruppe. Neben zwei weiteren Langstrecklern befanden sich auch drei Mann für die 40 bzw. die 70 Kilometerdistanz dabei. So gingen wir zu viert in die zweite Runde. Nach einer längeren Flachpassage sprengte ich die Gruppe. Nur Peter Herrmann vermochte mir zu folgen. Wir wechselten uns gut mit der Tempoarbeit ab. Zu dem Zeitpunkt machte er einen sehr guten Eindruck.

Daher wurde ich etwas nervös, als mir in einer Wiesenpassage der Reifen von der Felge sprang und ich mir eine halbe Minute Rückstand einhandelte, bis ich das Malheur behoben hatte. Doch schon im folgenden Anstieg schloss ich wieder zu ihm auf. Sicherheitshalber wechselte ich dennoch das Vorderrad an der nächsten Verpflegung. Die 20 Sekunden Zeitverlust konnte ich erneut schnell wettmachen.

Das bestärkte mich darin, mich eingangs der letzten Runde aus dem Staub zu machen. Ich fuhr etliche Kilometer einen hohen Rhythmus, wenngleich man auf dieser Strecke mit ihrem ständigen Auf und Ab kaum davon sprechen kann.

Erst auf den letzten zehn Kilometern fuhr ich zunehmend auf Sicherheit, war ich mir doch mittlerweile sicher, einen ordentlichen Vorsprung herausgeholt zu haben. Die letzte Passage hinauf zur "Alpe Wettin", eine 20 %ige Steigung kurz vor dem Ziel, war daher ein Genuss für mich - durch die Gasse der vielen Zuschauer. Im Ziel hatte ich fast sieben Minuten Vorsprung auf Peter. Ich war also ziemlich schnell unterwegs gewesen. Die Durchschnittsleistung von 275 W auf meinem SRM Gerät bestätigt dies.

Ich bin froh, dass ich nur eine Woche nach der anstrengenden und Käfteraubenden Transalp wieder so gut drauf war und hoffe bis zur DM in fünf Wochen noch ein paar Prozent drauflegen zu können. Denn dort werden 275 W nicht für den Titel reichen.

Ich bin froh, dass ich nur eine Woche nach der anstrengenden und kräfteraubenden Transalp wieder so gut drauf war und hoffe bis zur DM in fünf Wochen noch ein paar Prozent drauflegen zu können. Denn dort werden 275 W nicht für den Titel reichen.