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13.07.14 16:34 Alter: 3 Jahre
Kategorie: MTB Marathon

2014-07-12: Was lange wärt, wird endlich gut

Bei meiner elften Teilnahme am Albstadtbikemarathon konnte ich nach drei zweiten Plätzen in der Vergangenheit das Rennen heute endlich gewinnen. Möglich machten mir dies meine beiden Teamkollegen Jochen und Markus.


Die 83 Kilometer lange Strecke mit gerade einmal 2000 Höhenmetern zählt zu meinen Lieblingsstrecken, da sie mit ihren eher kurzen Anstiegen meinen Fähigkeiten sehr entgegen kommt. Außerdem ist der Zuschauerzuspruch für einen MTB Marathon einmalig. So viel Anfeuerungsrufe erlebt man das ganze Jahr nicht mehr. Bereits vor dem Rennen machte ich klar, dass ich hier bei meinem letzten Start gern gewinnen würde. Nach den Regenfällen der letzten Tage war die Strecke teilweise recht nass und rutschig. Die Wetterprognose war auch nicht besonders vielversprechend. Die Wolken hingen zum Start noch zwischen Albgipfeln.


Die erste Stunde des Rennens verlief recht ruhig. Keiner tat sich durch besonderes Engagement in der Tempoarbeit hervor. Erst als wieder ein paar Anstiege kurz aufeinander folgten, kam Bewegung in die etwa 30 Fahrer große Gruppe. Schnell setzten sich neun Fahrer ab. Jochen und ich waren mit dabei. Markus lag durch einen Kettenklemmer zurück. Die Gruppe teilte sich nochmals. Jetzt lag ich mit vier Begleitern in Front. Doch entscheidend absetzen konnten wir uns nicht. Während Leisling durch einen Platten zurückfiel, schloss die Gruppe von hinten wieder auf.


Auch Markus war dort wieder mit dabei. An einem steilen Schotteranstieg sorgte Jochen für eine weitere Selektion. Danach waren wir noch zu sechst. In einer Schlammpassage kam Pfrommer zu Fall, Marx hatte wohl einen technischen Defekt, so dass wir nur noch vier Mann an der Spitze waren


 Bergauf hatte ich immer wieder ein wenig Mühe, war sogar mal zehn Sekunden zurück. Doch Markus und Jochen nahmen dann wieder etwas Tempo raus, so dass ich zurückkommen konnte. Am letzten langen Anstieg versuchte Kreuchler mich in Not zu bringen. Zwar verlor ich ein paar Meter. Doch Jochen half mir in einem kurzen Flachstück zurück. Sogleich attackierte Markus mit mir und Kreuchler konnte nicht mehr folgen. Zu zweit fuhren wir dem nur noch fünf Kilometer entfernten Ziel entgegen. Mittlerweile hatte sich auch Jochen von Kreuchler abgesetzt und schloss in der Abfahrt zu uns auf. Nahezu zeitgleich überquerten wir die Ziellinie. Es war eine tolle Geste der beiden mir gegenüber, mich als Ersten ins Ziel rollen zu lassen. Vielen Dank dafür.


In gut einer Woche werden die zwei versuchen, bei der Transalp ihren Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Meines Erachtens haben sie beste Chancen dazu. Daniel und ich werden sie als zweites Team dabei unterstützen. Für mich wird es bestimmt kein so großes Leiden wie noch vor einem Jahr, als ich kurz vor der Alpenüberquerung krank geworden war. Denn ich fühle mich durchaus in guter Verfassung. Alles weitere sehen wir dann.