Startseite | Kontakt | Impressum | Seitenverzeichnis
StartseiteNewsAktuellesArchivDas MaterialÜber michGalerieRennkalenderSponsoren & UnterstützerExterne Links
22.06.14 11:59 Alter: 3 Jahre

2014-06-21: Starker Auftritt in Tschechien

Beim Malevil Cup, einem Rennen der UCI Marathon Serie, verpasste ich als Vierter die angestrebte Podiumsplatzerung nur knapp. Mit meiner Verfassung war ich jedoch sehr zufrieden.


Erst als ich mich auf den Weg zum Warmfahren machte, erfuhr ich, dass Olympiasieger Jaroslav Kulhavy beim heutigen Rennen über 95 Kilometer im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Tschechien mit am Start stehen würde. Auf der Starterliste war er noch nicht zu finden gewesen. Eigentlich hatte ich damit gerechtnet, dass es auf den ersten 30 eher flachen Kilomtern eine große Gruppe geben würde. Doch Kulhavy machte gleich von Beginn an Ernst und setzte sich mit drei weiteren Fahrern ab. Im Irrglaube, dass diese schon noch alle von ihm abgehängt zurückfallen würden, hielt ich mich in der etwa zehnköpfigen Verfolgergruppe schadlos. Der Rückstand nach vorn wuchs schnell auf über fünf Minuten an. Ein Fahrer fiel zwar tatsächlich zu uns zurück, die anderen blieben aber fast bis zum Ziel beisammen.

Als nach 54 Kilometern der härteste Anstieg begann setzte ich mich an die Spitze meiner Gruppe und fuhr so schnell ich konnte zum Gipfel. Der Anstieg war unrhythmisch, mal steil mal flach, mal technisch mal auf Asphalt. Dies lag mir sehr gut. Keiner meiner Mitstreiter vermochte mir zu folgen. Bei der folgenden Verpflegungsstelle hatte ich bereits über eine Minute Vorsprung. Allerdings waren es von dort noch knapp 35 Kilometer zum Ziel, die ich nun allein zu bewältigen hatte. Immer mit der Angst im Rücken, dass die Fahrer von hinten nochmals aufschließen würden können, jagte ich weiter über die teils steilen Anstiege und technischen anspruchsvollen Abfahrten. Diese Furcht war unbegründet, kam ich doch nach 3:52 mit vier Minuten Vorsprung auf meine nächsten Verfolger ins Ziel. Auf Sieger Kulhavy hatte ich jedoch fast zehn Minuten angehäuft. Allein zu fahren, war hier sicher nicht von Vorteil. Die letzte Dreiviertelstunde war ich zeimlich bedient und zählte nur noch die Kilometer rückwärts. Die beiden letzten kurzen aber sehr steilen Anstiege verfluchte ich nochmals.

Die einzige Möglichkeit den von mir vir dem Rennen angestrebten Platz auf dem Podium zu erreichen hätte darin bestanden auf Biegen und Brechen das horrende Anfangstempo von Kulhvy mitzufahren. Da war ich aber zu zaghaft. Mit meiner Performance bin ich insgesamt sehr zufrieden. Und Spaß hatte ich auch auf den wirklich Trails.

Morgen werde ich beim Straßenrennen m Hohenheimer Schloss in Stuttgart starten und am Montagabend das Bergkriterium in Sindelfingen im Ortsteil Darmsheim bestreiten.