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28.03.14 22:02 Alter: 4 Jahre
Kategorie: MTB Marathon, Etappenfahrt

2014-03-28: Kein gutes Ende in Südafrika

Mit einem kapitalen Sturz verabschiedete ich mich auf der dritten Etappe von der Cape Epic Nach zunächst gut 15 Kilometern auf breiten Schotter- und Asphaltstraßen folgte der erste Anstieg des Tages auf Jeeptrack. Sogleich ging vorn die Post ab. Es war Sauser, der das Tempo bestimmte. Hinter ihm lag das Leader Duo Bulls 1 und Topeak. Konny und ich folgten dahinter.


Doch bereits in der anschließenden Abfahrt übersah ich ein Loch in der holprigen und steinigen Fahrspur. Es verschlug mir schlagartig den Lenker und ich flog mit Tempo 40 auf die scharfen Felsen. Dabei zog ich mir Verletzungen zu, stand aber schnell wieder auf den Beinen. Zum Glück kam Konny, der gerade hinter mir fuhr, an mir vorbei und zum Stehen - Am Rad war mein Sattel zerbrochen. Nach kurzer Zeit war Lukas Buchli da und gab mir seine Sattelstütze samt Sattel. So konnten wir die Fahrt fortsetzen. Aber sofort spürte ich, dass ich so keine 100 km mehr fahren kann. Die linke Hand schmerzte, so dass ich den Lenker kaum halten konnte. Außerdem war alles voller Blut und es hörte überhaupt nicht auf, aus meinem aufgeschlitzten rechten Unterarm zu tropfen. Es war klar, dass das Rennen damit für mich und damit leider auch für uns als Team beendet war. Nach fünf Kilometern Fahrt stoppten wir beim nächsten Streckenposten und baten ihn, die Ambulanz zu holen. Bis diese kam, verging eine gefühlte Ewigkeit. Zwischenzeitlich waren auch Lukas und Hansueli bei uns, leisteten mir Kameradschaft und trösteten auch Konny, der verständlicherweise tieftraurig über dieses Pech war. Sie verkürzten mir die unendlich scheinende Wartezeit. Zunehmend wurde mir auch immer flauer zumute und die Schmerzen nahmen stetig stark zu.

Als der Notarzt endlich kam, fuhren die drei Kollegen weiter und ich bekam schließlich auch Schmerzmittel. Er stellte fest, dass eine Vene angerissen war. Wie man mir später mitteilte, hatte ich so über einen Liter Blut verloren.
Die Fahrt ins Krankenhaus in Somerset West - zunächst in einem Jeep, später einem Krankenwagen - ging nochmals ewig! Dort kam ich schließlich erst über vier Stunden nach meinem Crash an!!!. Die Röntgenaufnahmen zeigten keine Brüche. Doch die Reinigung der Wunde am rechten Arm war unter örtlicher Betäubung nicht zu machen. So kam ich in den OP, wo dann auch die gerissene Vene geflickt wurde. Danach schlief ich bis morgens durch.

Mit zwei Tagen Abstand, in denen mir viele Freunde, Fans und Kollegen gute Besserung gewünscht haben, bin ich vor allem froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist und danke meinen drei Kollegen für ihre geleistete Unterstützung. Natürlich mache ich mir Vorwürfe, warum ich überhaupt gestürzt bin. Doch vielleicht war es an dieser Stelle einfach Pech zu stürzen. Schließlich kamen, während Lukas und Hansueli mit meinem Sattel beschäftigt waren, fünf weitere Fahrer zu Fall und auch Lukas hat sich dort seine Vorderradfelge angebrochen.

Immerhin konnten Konny und ich auf den ersten Tagesabschnitten zeigen, dass wir gut genug waren, um unser angepeiltes Ziel "Top Five" erreichen zu können. In Anbetracht des weiteren Rennverlaufes wäre eventuell noch mehr drin gewesen. Selbstverständlich helfen solche Spekulationen nicht weiter. Ich versuche nun, mich in den nächsten Wochen wieder in Form zu bringen, um erneut erfolgreich zu sein.