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22.09.13 20:42 Alter: 4 Jahre

2013-09-22: Podium bei der Transzollernalb

Nach drei schnellen Etappen von Haigerloch über Balingen und Albstadt nach Hechingen konnte ich den dritten Rang in der Gesamtwertung erobern. Den Sieg holte sich mein Kollege Markus Kaufmann.


Mit vier Fahrern vom Team traten wir bei der diesjährigen Ausgabe der Transzollernalb an. Die Hauptkonkurrenten waren Urs Huber aus der Schweiz und der Deutsche Vizemeister Robert Mennen.

Auf der ersten Etappe bildete sich etwa zur Rennhälfte eine fünfzehnköpfige Spitzengruppe. Mir fiel es jedoch nicht besonders leicht dabei zu bleiben. Die Spritzigkeit des letzten Wochenendes fehlte mir. Zwar wurde die Gruppe allmählich immer kleiner, doch im Finale hatte ich keine Kraft mehr, um in den Wettstreit um den Tagessieg eingreifen zu können.

Durch einen Sturz mit schmerzenden Schürfwunden, war Jochen zurückgefallen, während Markus zwei Kilometer vor dem Ende die Kette vom Ritzel fiel, was ihn den Anschluss an die Spitze kostete. Mit Platz acht und nur zwölf Sekunden Rückstand auf den Mann in Gelb, Urs Huber, war ich nicht unzufrieden.

Am Samstag war das Höhnprofil deutlich anspruchsvoller als am Freitag. So war die Spitzengruppe dann auch kleiner als tags zuvor. Bei Kilometer zwanzig attackierte Urs Huber und es setzte sich eine sechsköpfige Gruppe ab. Ich lag zusammen mit zwei Begleitern ein wenig zurück, als Huber vorne stürzte und so das Tempo an der Spitze geringer wurde. Für Huber war das Rennen beendet. Ich konnte jedoch im folgenden Anstieg mit Thorsten Marx am Hinterrad die Lücke nach vorne schließen. Dieser musste sich ebenso wie Matthias Pfrommer durch einen Platten aus der Spitzengruppe verabschieden. In einer steilen Asphaltrampe hinauf nach Messstetten setzten sich Mennen und Markus ab. Während Leisling und der Tscheche Hynek (Vorjahres Europameister) bis zum nächsten Anstieg versuchten, die beiden wieder einzufangen, konnte ich im Windschatten mitfahren. Doch als es abermals bergauf ging, konnten Mennen und Markus ihren Vorsprung zusehends vergrößern. Weil sich Mennen drei Kilometer vor dem Ziel einen Platten am Vorderrad einhandelte, gewann Markus die Etappe. Ich konnte mich in der letzten Abfahrt gegen meine beiden Begleiter durchsetzen und somit dem Team einen Doppelerfolg sichern, während Mennen fast zwei Minuten auf Markus verlor.

Vor dem Start zur dritten Etappe lag Markus mit beruhigenden 56 Sekunden Vorsprung vor Leisling in Führung. Ich meinerseits hatte sechs Sekunden Rückstand auf diesen und zwei Sekunden Vorsprung auf Hynek. Auch Mennen konnte sich mit nur neunzehn Sekunden Rückstand auf mich noch berechtigte Hoffnungen auf das Podium machen. Für mich heiß es also nochmals kämpfen.

Früh setzte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe ab. Im Feld war das Tempo moderat. Rupert sorgte dafür, dass es nicht völlig zusammenbrach. Erst nach der Hälfte forcierte Leisling in einem steilen Anstieg. Ihm konnten nur Hynek, Mennen und Markus folgen. Ich kam zusammen mit Tim Böhme auf die folgende Flachpassage. Wir mussten beiden schwer kämpfen, um die Lücke zu schließen. Bis zum letzten Anstieg war das Tempo wieder gemütlich. Während von der Spitzengruppe nur noch Marx und Bauer um den Tagessieg kämpften, setzte Mennen nun eine starke Attacke. Markus und Leisling kamen mit. Dahinter schossen Hynek, Böhme und ich dem Ziel entgegen. Wir arbeiteten gut zusammen und konnten so Meter um Meter gutmachen. In einem langen Spurt, die ansteigende Zielgerade hinauf in Hechingens Innenstadt, kam ich sogar ganz heran und überquerte zeitgleich mit Leisling als Fünfter die Ziellinie. Unmittelbar hinter mir ließ sich Markus als Gesamtsieger feiern.

So habe ich mit zugegebenermaßen etwas glücklichen Umständen den dritten Rang in der Gesamtwertung errungen, auf einem Terrain, das der DM-Strecke sehr ähnlich ist. Da ich diesmal nicht so ausgeruht am Start stand wie vor Wochenfrist, glaube ich, dass ich mit 100 Prozent Leistungsvermögen in zwei Wochen durchaus Chancen auf eine Medaille habe.